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Gemeindeverwaltung Lindau

Tagelswangerstrasse 2
8315 Lindau

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Inhalt

Revision BZO

Revision BZO

Öffentliche Auflage BZO Revision

Eine ganzheitliche Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung (BZO) Lindau ist schon seit mehreren Jahren angedacht. Der Gemeinderat startete vor rund drei Jahren aus drei Gründen eine Totalrevision der BZO und des Zonenplans. 

Erstens: Die Harmonisierung der Baubegriffe erfordert zahlreiche Anpassungen, die werden nun nachvollzogen. 
Zweitens: Der Gemeinderat hat mit der Räumlichen Entwicklungsstrategie mit der Bevölkerung zusammen eine Gesamtschau erarbeitet als Richtlinie für die Behörden und Ende Dezember 2017 verabschiedet. Die daraus resultierenden Erkenntnisse waren massgebend für die BZO-Revision. 
Drittens müssen in der BZO die Vorschriften aufgrund der geänderten übergeordneten Gesetzgebung des Bundes und des Kantons Zürich nachvollzogen, d.h. umgesetzt werden. 

Mit Beschluss vom 26. Januar 2022 hat der Gemeinderat die Änderungen an der Bau- und Zonenordnung, am Zonenplan, der Kernzonenplanung und der Waldabstandslinien zur Anhörung und öffentlichen Auflage gemäss § 7 Planungs- und Baugesetz PBG verabschiedet. Die Teilrevision der BZO für den Mehrwertausgleich sowie den kommunalen Verkehrsrichtplan hat die Gemeindeversammlung bereits am 13. Dezember 2021 genehmigt. 

Was heisst das konkret für die Gemeinde Lindau? Welches sind die wichtigsten kommunalen Teilbereiche der BZO-Revision? 

  1. Die Überprüfung des Überbauungspotenzials in der Kernzone wie auch die Überprüfung der Dichtemasse in weiteren Gebieten erfolgte als eine Massnahme aus der Räumlichen Entwicklungsstrategie. Mit dem erkannten vorhandenen Nutzungspotenzial in den Kernzonen (Um- und Ausbau bestehender Gebäude / Neubauten) sowie dem vorhandenen Bauland wird nur sehr massvoll verdichtet und damit auf das Ziel der Räumlichen Entwicklungsstrategie Rücksicht genommen.
  2. Zahlreiche Einzonungs- und Umzonungsanträge von Dritten waren in den letzten Jahren bei der Gemeinde eingegangen. Zu den Anträgen von Dritten wurde im Bericht zur BZO Revision Stellung genommen. Da die Gemeinde Lindau noch über genügend Bauland und Ausbaumöglichkeiten in den überbauten Zonen verfügt, besteht keine Chance auf eine Bewilligung für weitere Einzonungen. Entsprechende Gesuche konnten nicht aufgenommen werden. 
  3. Die neue Bau- und Zonenordnung wurde vor allem einfacher gegliedert und die Vorschriften verständlicher formuliert. Grundsätzlich hat sich die BZO bisher bewährt, und es wurden inhaltlich nur massvolle Anpassungen vorgenommen.
  4. Anpassungen gab es unter anderem in folgenden Bereichen: Neu soll aufgrund der regionalen Strategie auf zwei Arealen auch eine Hotelnutzung ermöglicht werden. Eine Anpassung der Regelung von Abstellplätzen für Personenwagen musste zwingendermassen vorgenommen werden. Mit den neuen Kernzonenplänen konnte auch das kommunale Inventar der schützenswerten Bauten und Anlagen sinnvoll integriert werden. Mit der Grünflächenziffer wird neu eine Anforderung eingeführt, welche den Anteil der natürlichen und bepflanzten Bodenfläche eines Grundstücks regelt. Dies mit dem Ziel einer ökologischeren Gestaltung und zugunsten der mikroklimatischen Verhältnisse. Ergänzt wird diese Regelung durch den Leitfaden Aussenraumgestaltung in Kernzonen.

 

Unterlagen
Mit der kommunalen Bau- und Zonenordnung wird die Planung auf rund 15 Jahre angelegt, die Nutzungs- und Dichtevorgaben werden parzellengenau festgelegt. Die BZO ist eine eigentümerverbindliche Regelung. 
Der Gemeinderat legt nun folgende Unterlagen der Bevölkerung für die Anhörung und öffentliche Auflage vor:

  • Zonenplan (1:5’000), dat. vom 13.01.2022
  • Zonenplan mit beantragten Festlegungen (1:2’500), dat. 13.01.2022
  • Kernzonenpläne (1:1’000), dat. vom 07.01.2022
  • Waldabstandslinienpläne (1:2’000), dat. vom 03.07.2020
  • Bau- und Zonenordnung (BZO), dat. vom 13.01.2022
  • Erläuternder Bericht, dat. vom 13.01.2022

 

Auswirkungen der BZO Revision

Das Ziel der Räumlichen Entwicklungsstrategie ist, in den kommenden 20 bis 25 Jahren von den heutigen rund 5'600 Einwohnerinnen und Einwohnern auf 7'000 bis 7'500 wachsen zu können. Die Räumliche Entwicklungsstrategie sieht vor allem in Tagelswangen (Gebiet Zürcherstrasse) eine hohe Dichte vor sowie eine massvolle, abgestimmte Verdichtung im Gebiet Ölwis/Blankenwis und in Teilen von Grafstal. Mit der Revision der Nutzungsplanung sollen diese massvollen Entwicklungspotenziale bereitgestellt werden.

Nach der öffentlichen Auflage während 60 Tagen wird die Bau- und Zonenordnung gegebenenfalls aufgrund von Einwendungen noch angepasst. Den Beschluss über die Totalrevision der BZO und des Zonenplans wird dann die Gemeindeversammlung fassen.

Lindau, Projektgruppe Revision BZO

Die Unterlagen liegen während 60 Tagen während den ordentlichen Öffnungszeiten am Schalter der Einwohnerkontrolle (1. OG), Tagelswangerstrasse 2, 8315 Lindau, zur Einsicht auf.

Alle Unterlagen können auf der Homepage unter www.lindau.ch/amtsmitteilungen eingesehen werden

Für Rückfragen steht die Abteilung Bau + Werke zur Verfügung: 
bau@lindau.ch / 058 206 44 60
 

 

Neuer Leitfaden Aussenraumgestaltung in Kernzonen

Als Ergänzung zur Bau- und Zonenordnung legt der Gemeinderat neu mit dem Leitfaden zur Entwicklung der Aussenraumgestaltung ein Instrument vor, das Antworten und Anregungen auf Fragen in Kernzonen für Bauherrschaften aufführt. Insbesondere werden konkrete konzeptionelle und gestalterische Elemente im Aussenraum und deren Materialisierung aufgezeigt. Mit diesem Leitfaden verdeutlicht der Gemeinderat die hohe Bedeutung, die er der Aussenraumgestaltung beimisst. Die wichtigsten Gründe dafür sind:

  • Freiraum ist entscheidend für die Attraktivität als Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsort
  • Grün- und Freiräume in verdichteten Baugebieten sind nötig
  • Kühlende Wirkung von Pflanzen und offenen Flächen / Anpassung Klimawandel
  • Beitrag zur Biodiversität im Siedlungsraum
  • Identitätsstiftende Plätze und Strassen
  • Berücksichtigung der traditionellen Umgebungsgestaltung

Viele Dörfer befinden sich zurzeit in einem beschleunigten und empfindlichen Veränderungsprozess. Die Veränderungen der letzten 70 Jahre der Nachkriegszeit bedrängen das allgemein sehr positiv wahrgenommene Bild gewachsener Bauerndörfer. Verantwortlich dafür ist nicht nur der fortschreitende strukturell bedingte Rückgang der Bauern- und traditionellen Gewerbebetriebe sondern auch die Charakteristik der heutigen Wohnbedürfnisse. Die Wohnformen auf dem Lande nähern sich in den umgenutzten dörflichen Strukturen denjenigen klassischer Einfamiliensiedlungen und globalisierten urbanen Formen an. Private Aussenräume mit Sitzplätzen, Überdeckungen, Grilleinrichtungen, Hollywoodschaukeln etc. sind im ursprünglich halböffentlichen Aussenraum der Bauerndörfer ohne Konflikte kaum zu realisieren.

Ausgehend von der Räumlichen Entwicklungsstrategie soll das „Wohnen im Grünen“ bei der Siedlungsentwicklung in der Gemeinde Lindau gefördert werden. Besonders in Kernzonen sind gute Lösungen gefragt, aber dieser Leitfaden gilt sinngemäss auch als Empfehlung zur Umsetzung bei der Aussenraumgestaltung in den übrigen Wohnzonen. In der revidierten Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Lindau wird in den Wohnzonen für die Umsetzung einer begrünten Umgebungsgestaltung deswegen die Grünflächenziffer des kantonalen Gesetzes (§ 257 PBG) eingeführt.
Die traditionelle Umgebungsgestaltung (Vorgärten, Vorplätze, (Trocken-) Mauern, Hofräume etc.) ist zu erhalten und bei Sanierungen, Umbauten oder Neubauten möglichst weitgehend zu übernehmen oder zu verbessern. Die Aussenräume sollen genügend Bereiche mit Bäumen, Sträuchern und Hecken enthalten. Dabei muss auf vorhandene prägende Naturobjekte Rücksicht genommen werden und bei Neuanlagen sind standortgerechte und einheimische Pflanzen zu verwenden. Die Versiegelung des Bodens mit wasserundurchlässigen Belägen ist auf das Minimum zu beschränken. Nicht erwünscht sind reine Schottergärten und unbepflanzte Steinkörbe. Die Baubehörde kann die Umwandlung bestehender Gärten in Autoabstellplätze verbieten. 
Ziel ist, im Dialog und in Zusammenarbeit von Bauherrschaften, Planverfassenden und der Bewilligungsbehörde standortspezifische, optimale Lösungen für die Aussenraumgestaltung zu erarbeiten.
Den Leitfaden finden Sie untenstehend als PDF-Dokument. 

 

 

 

 

Dokumente

Name
2021-11-07_Leitfaden_Aussenraumgestaltung_in_Kernzonen.pdf Download 0 2021-11-07_Leitfaden_Aussenraumgestaltung_in_Kernzonen.pdf
2022-01-27_Protokollauszug_Revision_BZO_Verabschiedung_offe.pdf Download 1 2022-01-27_Protokollauszug_Revision_BZO_Verabschiedung_offe.pdf
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