Varianten zur Zukunft des Gemeindehauses
Der Gemeinderat Lindau hat am 2. November 2026 anlässlich einer gut besuchten Info-Veranstaltung zur Zukunft des Gemeindehauses zwei Varianten präsentiert: einen Anbau an das bestehende Gebäude sowie einen Ersatzneubau. Das Gemeindehaus war nur ein Element der Überlegungen des Gemeinderats zur Infrastruktur der kommenden Jahrzehnte. Die Wachstumsdynamik der Gemeinde führt bis 2040 zu einer Bevölkerungszunahme von rund 25 Prozent.
In den letzten rund 30 Jahren sind vier Vorlagen für einen Um- oder Neubau des Gemeindehauses an der Urne gescheitert, letztmals 2024. «Wir arbeiten an einer langfristig tragfähigen Lösung», sagte Gemeindepräsident Bernard Hosang. Eine neue Lösung dränge sich auf, insbesondere aufgrund des signifikanten Wachstums der Gemeinde, der Veränderungen der Anforderungen an die Verwaltung und der fehlenden Rückzugs- und Besprechungsräume.
Anbau oder Ersatzneubau?
Der Gemeinderat präsentierte keine abstimmungsreife Vorlage. Bernard Hosang: «Es geht uns um Information, Transparenz und Dialog.» Bei der Variante «Anbau» wird das bestehende Gebäude weiter genutzt und durch einen Erweiterungsbau ergänzt. Die Kosten für Umbau, Erweiterung und die Option Gebäudehüllensanierung (1 Mio. Fr.) belaufen sich insgesamt auf 6,0 Mio. Fr. Hinzu kommen noch weitere Sanierungskosten.
Die Variante «Ersatzneubau» sieht den vollständigen Ersatz des bestehenden Gemeindehauses sowie die Abdeckung weiterer notwendiger Bedürfnisse vor. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6,5 Mio. Fr. Im Vergleich zur letzten Vorlage konnten die Kosten massiv reduziert werden. Gemeindepräsident Hosang: «Wir haben den tatsächlichen Bedarf neu ermittelt, den Umfang reduziert sowie Nutzung, Flächen und Funktionen neu aufeinander abgestimmt.»
Zwei Arealentwicklungen
Sodann hat der Gemeinderat über mittel- und langfristige Arealentwicklungen informiert. Er prüft, wie die Areale «Buck/Plattenächer» künftig für Schule, Betreuung und das Gemeindeleben genutzt werden können. Es geht darum, unterschiedliche Bedürfnisse vernetzt und integriert zu denken, statt einzelnen Gebäude unabhängig voneinander zu planen.
Zur Diskussion steht ein beträchtlicher Perimeter von 15'000 Quadratmeter für die Schulanlage Buck, 13'000 m2 für das Areal «Plattenächer» sowie 12'000 m2 Landwirtschaftsgebiet. Geprüft werden die Nutzungen Einfach- oder Doppelturnhalle, Gemeindesaal, Singsaal und Tagesstrukturen. Berücksichtigt werden auch Verkehr und Erschliessung.
All diese Infrastrukturvorhaben gehen nach Angaben von Gemeindepräsident Bernard Hosang von einem bis 2034 unveränderten Steuerfuss von 106 Prozent aus.
