Energietipp
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Als künftige Energiestadt will die Gemeinde Lindau den sparsamen Umgang mit Energien fördern. Dabei sind wir auch auf Ihre Hilfe angewiesen. Unter der Rubrik „Lindau auf dem Weg zur Energiestadt“ werden wir eine Serie mit Energietipps veröffentlichen, welche sich im Alltag ohne grossen Aufwand und Kosten gut umsetzen lassen. Bitte beachten Sie hierzu jeweils den grünen Kasten. | Elektrogeräte: | | | 1. | Achten Sie bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten auf den Energieverbrauch. Die Energieetikette zeigt den Energieverbrauch und die Energieeffizienz von grossen Elektrohaushaltsgeräten an. | | 2. | Es lohnt sich, Elektrogeräte auszuschalten und nicht im Standby-Betrieb laufen zulassen (z.B. Bildschirm, Computer, Fernseher, Radio etc.). | | 3. | Moderne Elektrogeräte verbrauchen bedeuten weniger Energie. Stimmen Sie zudem die Grösse des Geräts auf Ihren tatsächlichen Bedarf ab. |
| Wäsche: | | | 1. | Waschen Sie mit dem Baukastensystem. Dazu gehört ein kompaktes, pulverförmiges Basis- und Grundwaschmittel (ohne Enzyme und optische Aufheller), ein Wasserenthärter und ein Bleichmittel. Mit diesen drei Komponenten kann in allen Temperaturbereichen sauber gewaschen werden. Je nach Wasserhärte gimbt man Enthärter dazu und bei hartnäckigen Flecken oder weisser Wäsche Bleichmittel. | | 2. | Verwenden Sie keinen Weichspüler. Für empfindliche Wolle oder Sweide verwenden Sie ein Feinwaschmittel ohne Enzyme. | | 3. | Dosieren Sie das Waschmittel genau nach den Herstellerangaben und entsprechend der Wasserhärte und der Verschmutzung der Wäsche. | | 4. | Verzichten Sie auf die Vorwäsche und waschen Sie nur im Ausnahmefall über 60° Grad. | | 5. | Füllen Sie die Waschmaschine soweit, dass die Wäschestücke locker liegen und oben nur ein handbreiter Ruam frei bleibt. | | 6. | Achten Sie beim Neukauf einer Waschmaschine auf den Strom- und Wasserverbrauch. |
| Warmwasser: | | | 1. | Prüfen Sie, ob die Warmwassertemperatur im Boiler nicht zu hoch ist! Eine Warmwassertemperatur von 60°C ist ausreichend. Falls nötig, reduzieren Sie die Boilertemperatur auch 60°C. Bei höheren Temperaturen sind die Speicherverluste grösser und es kommt zu verstärkter Verkalkung. Weiter sollte sich das Fassungsvermögen Ihres Warmwasserspeichers nach der benötigten Wassermenge richten. Als Anhaltspunkt gilt: 200 Liter Speicherinhalt für ein Vier-Personen-Haushalt | | 2. | Duschen ist sparsamer als Baden! Eine volle Badewanne braucht etwa 100 Liter, beim Duschen braucht man rund 25 Liter Warmwaser. Und noch etwas: Vergessen Sie nicht das Wasser während des Einseifens abzustellen. | | 3. | Installieren Sie beim Lavabo und am Brausekopf Wassersparer / Durchlaufbegrenzer. Diese verringern den Durchfluss und helfen damit, Wasser und Warmwasser zu sparen. | | 4. | Stellen Sie beim Zähneputzen das Wasser ab und waschen Sie die Hände, wenn möglich, mit kaltem Wasser. Denken Sie daran, bei Kaltwasserentnahme den Mischwasserhan bis zum Anschlag drehen. Ansonsten fliesst immer auch Warmwasser mit. | | 5. | Tropfende Wasserhähne sofort reparieren! Ein tropfender Wasserhahn kann oft gegen 100 Liter pro Tag verlieren. Beim Warmwasser ist nicht nur die Wasserverschwendung, sondern auch die Energieverschwendung leicht vermeidbar. |
| Bürogeräte: | | | 1. | Im Büro sind viele Geräte ständig eingeschaltet. Schalten Sie beim Nichtgebrauch Ihrer Bürogeräte (Computer, Drucker, Kopierer) ab. Liegen zwischen den Arbeitsgängen Pausen von über 15 Minuten, schalten Sie zumindest Ihren Monitor ab. Der Bildschirmschoner ist kein wahrer „Energiesparer“ (lediglich etwa 15% weniger Energieverbrauch). Das Abschalten schadet den Geräten nicht. | | 2. | Computer, Drucker und Kopierer nach Arbeitsschluss am Gehäuse oder über den Stecker ausschalten. Mehrere Bürogeräte (Computer, Drucker, Kopierer) lassen sich einfacher über eine Steckerleiste ein- und ausschalten. Das Herunterfahren des Computers allein reicht nicht aus (Bereitschaftsbetrieb ist noch eingeschaltet). | | 3. | Beim Kopierer entfällt über die Hälfte des Energieverbrauchs auf den Bereitschaftsbetrieb. Moderne Kopierer können automatisch mit einer Stromspartaste in einen Standby-Zustand geschaltet werden. | | 4. | Beim Kauf Ihrer Bürogeräte achten Sie auf den Energieverbrauch bzw. das Energiesparlabel. | | 5. | Auch das im Büro verwendete Papier ist Energie. Sparen Sie Papier! Kopieren Sie, sofern überhaupt notwendig, doppelseitig und verwenden Sie, wo möglich, Recyclingpapier. |
| Sonnenenergie | | | 1. | Wer Sonnenkollektoren installiert kann im Sommerhalbjahr Energie und Kosten für die Warmwasser-aufbereitung sparen. Sonnenkollektorsysteme zur Wassererwärmung vermögen rund 50 % des jährlichen Warmwasserverbrauches zu decken. Bei richtiger Dimensionierung schaltet ihr Boiler im Sommer praktisch nicht mehr ein. | | 2. | Ein guter Zeitpunkt für die Installation eines Sonnenkollektorsystems ist bei der Sanierung eines bestehenden Heizkessels oder Wasserwärmers. Die Sonnenkollektoren lassen sich mit jedem anderen Heizsystem gut kombinieren. | | 3. | Ein geeigneter Platz für die Sonnenkollektoren sind Dachflächen und Fassaden zwischen Südost und Südwest. Die benötigte Kollektorfläche beträgt pro 4-Personen-Haushalt für die Wassererwärmung ca. 5 m², und zur Unterstützung der Raumheizung ca. 15 m². | | 4. | Ein Quadratmeter Sonnenkollektorfläche liefert im Jahr zwischen 300 und 700 kWh Wärme. Dies entspricht dem Energieverbrauch von bis zu 500-mal Duschen. Weitere Information über Sonnenkollektoren erhalten Sie im Internet unter http://www.swisssolar.ch/. | | 5. | Wer Energie der Sonne nutzt, belastet die Umwelt nicht. Die Sonnenkollektoren machen Sie unabhängig von Preisschwankungen bei Öl oder Gas. |
| Mehr Bewegung | | | 1. | Wo immer möglich, legen Sie kurze Strecken zu Fuss oder mit dem Velo zurück. Das heisst, Einkäufe in der Umgebung, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr tätigen. | | 2. | Benutzen Sie so oft wie möglich die öffentlichen Verkehrsmittel für den täglichen Arbeitsweg, für Besuche, Einkäufe, etc. | | 3. | Wenn Sie das Auto benützen, können Sie mit dem folgenden verhalten Treibstoff sparen: - Reifendruck regelmässig kontrollieren
- Starten Sie den Motor ohne das Gaspedal zu drücken
- Fahren Sie gleichmässig und vermeiden Sie hohe Motordrehzahlen
- Fahren Sie vorausschauend damit Sie möglichst wenig bremsen müssen
- Zuerst bremsen dann hinunter schalten
- Beim Halten Motor abstellen
| | 4. | Fahren Sie nicht allein. Bilden Sie nach Möglichkeiten Fahrgemeinschaften. | | 5. | Achten Sie bei der Anschaffung eines Autos auf den Treibstoffverbrauch. Je höher der Verbrauch desto grösser sind die Kosten pro Kilometer. Vergleichen Sie den Treibstoffverbrauch verschiedener Modelle und stimmen Sie die Grösse Ihres Autos auf Ihre tatsächlichen Bedürfnisse ab. |
| Heizen | | | 1. | Lassen Sie jährlich einmal einen Heizungsservice durchführen. Dabei wird die Verbrennung Ihrer Heizung kontrolliert und richtig eingestellt. Neben dem jährlichen Brennerservice empfiehlt sich ca. alle drei Jahre ein gründlicher Anlagecheck. Prüfen Sie auch, ob Ihre Heizung dem heutigen Stand der Technik entspricht. Am umweltschonendsten arbeitet die Wärmepumpe. Sie entzieht der Luft, dem Grundwasser oder der Erde Wärme, und bringt diese auf eine höhere Temperatur. Im Vergleich zu Öl- / Gasheizungen lässt sich der Primärenergieverbrauch und der Co2-Ausstoss um 50 % reduzieren. | | 2. | Senken Sie die Heiztemperatur nachts und bei längeren Abwesenheiten ab, aber nie vollständig. Ein wiederbeheizen braucht mehr Energie als ein leichtes Durchheizen. | | 3. | Um jeden Raum einzeln angemessen zu beheizen, sind Thermostatventile sinnvoll. Thermostatventile am Heizkörper halten die Temperatur in jedem Raum automatisch auf dem gewünschten Niveau. Sie lassen sich nachträglich leicht installieren. | | 4. | Raumtemperatur generell senken - in den Wohn- / Büroräumen auf 19 bis 21° Grad, in den Schlaf- und Nebenräumen auf 16 bis 18° Grad. Jedes Grad weniger heisst ca. 6 % Energie sparen. | | 5. | Ihre heizung sollte frühestens eine Stunde vor Ihrer gewohnten Weckzeit auf Vollbetrieb schalten und mindestens eine Stunde bevor Sie üblicherweise zu Bett gehen, wieder auf Reduzierbetrieb stellen. | | 6. | Ihre Räume müssen, genau wie Sie, tief durchatmen. Lüften Sie deshalb Ihre Wohnung bzw. Ihr Büro mehrfach am Tag - und dann kurz und kräftig. Öffnen Sie die Fenster vollständig für etwa fünf Minuten, dreimal am Tag. Den Tag über das Fenster auf kipp zu lassen, bedeutet zum Fenster hinaus heizen. | | 7. | Kontrollieren Sie nach Ende der Heizperiode alljährlich zum selben Zeitpunkt, wie viel Energie Ihre Heizung verbraucht hat. Bei Mehrfamilienhäusern verlangen Sie individuelle Heizkostenabrechnungen. Mit einem jährlichen Vergleich Ihres Energieverbrauchs, können Sie den ERfolg Ihrer Massnahmen überprüfen. |
| Energieetikette | Im Grunde genügt ein einziger Blick, um den Energieverbrauch eines Haushaltgerätes oder einer Lampe zu beurteilen. Auf der aufgeklebten Energieetikette finden Sie eine Skala mit den Energieeffizienzklassen von A bis G. A (grün) ist die beste und G (rot) die schlechteste Klasse. In der Schweiz müssen ausgestellte Haushalt-Grossgeräte zwingend mit einer Energieetikette versehen werden. Auf dieser Etikette gibt es zudem noch weitere wertvolle Informationen wie der genaue Energieverbrauch in Kilowattstunden. Bei Kühlschränken ist der Nutzinhalt deklariert und bei Waschmaschinen und Geschirrspülern ist die Waschwirkung klassiert. Was ist auf der neuen Energieetikette anders? Je nach Produktgruppe werden drei neue Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ ausgewiesen. Ausserdem werden statt Texte leicht verständliche Piktogramme verwendet. Dazu kommen weitere Aspekte wie zum Beispiel das Geräusch, falls dieses bei einem Produkt ein wichtiges Merkmal ist. Die Angaben auf den Etiketten basieren auf Messungen unter Laborbedingungen. Das ist notwendig, um die Werte verschiedener Geräte miteinander vergleichen zu können. Die Messverfahren sind europaweit harmonisiert und in den einschlägigen EN-Normen beschrieben. Alle Rechtlichen Grundlagen und weitere Hintergrundinformationen gibt es auf der Website des Bundesamtes für Energie. |
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